Runners Blog

Runners Blog

RUNNERS SOMETIMES JOG, BUT JOGGERS NEVER RUN!

Ich habe keine Ahnung von wem dieses Zitat stammt, aber ich benutze es für mein Leben gern wenn ich danach gefragt werde, ob ich jogge. Denn ich jogge nicht, ich laufe. Das ist nicht überheblich gemeint. Ich finde einfach, dass es einen Unterschied zwischen Läufer und Jogger gibt. Mit meiner Meinung stehe ich übrigens längst nicht alleine da. Ob man Läufer oder Jogger ist, das ist fast schon eine Glaubensfrage und wird in einschlägigen Kreisen entsprechend leidenschaftlich diskutiert.

Einige sagen, der Unterschied zwischen einem Läufer und einem Jogger beträgt exakt 42,195 km. Das kommt meiner Vorstellung schon recht nahe. Joggen kommt vom englischen to jog, was so viel wie traben oder trotten bedeutet. So traben Jogger eben - hauptsächlich bei schönem, warmem Wetter - auf vorgegebenen Wegen durch die Gegend. Neben der üblichen Laufausrüstung tragen sie einen iPod oder ein iPhone, eine Trinkflasche, eine Lippenpomade, ein Päcklein Nastücher und noch ein paar Sachen mehr in einem Bauchtäschlein mit sich. Ausserdem sind sie geschmückt und geschminkt und das Frisürchen ist perfekt gestylt. Die Krönung ist natürlich das Stirnband!

Läufern dagegen ist das Wetter grundsätzlich egal. Sie müssen möglichst täglich raus, sonst fehlt ihnen etwas und sie werden kribbelig und unausstehlich. Läufer brauchen eine Hose, ein Shirt, eine Laufuhr und ein paar Laufschuhe, um loszurennen. Wege sind nebensächlich, wo es keine gibt, läuft der Läufer querfeldein. Der ganz grosse Unterschied zwischen Läufer und Jogger liegt in meinen Augen aber im Leiden. Der Läufer kann leiden. Er beisst sich durch, auch wenn er mal über die Grenzen seiner eigenen Möglichkeiten hinaus geht. Jogger hingegen kommen nie an ihre Grenzen. Erstens, weil sie eh nur trabend und trottend unterwegs sind und zweitens, weil sie niemals wirklich lange unterwegs sind. Eine Marathondistanz käme für sie nie in Frage.

Ich bin ein Läufer. Ich bin nicht besonders schnell, aber ich laufe fast täglich und bringe es auf rund 50 Kilometer pro Woche. Ort und Dauer sind mir eigentlich egal, Hauptsache ich kann raus. Auch das Wetter spielt mir keine Rolle, selbst an Regentagen fehlt mir die Motivation nicht. Laufen ist für mich Leben, Freiheit, Unterhaltung und Entspannung zugleich. Vor allem habe ich beim Laufen Zeit, um meine Gedanken zu ordnen, wenn mal ein Problem oder eine grössere berufliche oder private Herausforderung auf meinem Radar auftauchen. Beim Laufen kommen mir übrigens auch Ideen zu Projekten oder Texten. So kam ich auch auf die Idee, einen kleinen Laufblog zu betreiben. Ich hoffe der Blog gefällt Läufern und Joggern.

DAS DEFEKTE GEN WAR EIN ADIPRENE!

In 2014 lief ich bis Ende April rund 500 Kilometer. Etwa 400 davon mit einem neuen Laufschuh Marke Adidas Typ Supernova Sequence. Der Schuh passte mir wie angegossen. Er war leicht und stützte meinen Fuss optimal. Ich war wirklich sehr zufrieden damit. Plötzlich begann einer der beiden Schuhe bei jedem Abstossen zu klicken, laut und unangenehm zu klicken. Erst dachte ich, dass ein in der Sohle eingeklemmter Stein das Geräusch verursachen würde. Doch ein Stein war da nicht. Beim Lauf einen Tag später war das Geräusch erst weg, nach fünf, sechs Kilometer fing das Klicken aber wieder an.

Ich entschied mich dazu, mit dem Adidas zu Ryffel Running in Bern zu gehen, wo ich ihn gekauft hatte. Brenda beriet mich. Sie sagte mir, dass ein Laufschuh im Durchschnitt problemlos 800 bis 1000 Kilometer lang hält. Mit 400 Kilometern war der Schuh also gerade in der Blüte seines Lebens. Auf das Klicken angesprochen, meinte Brenda, dass sie davon beim Adidas Supernova Sequence noch nie etwas gehört hätte. Trotzdem war sie sofort bereit, den Schuh zurück zu nehmen und mir 20 Prozent Rabatt auf den Kaufpreis eines neuen Schuhs zu gewähren. Ich war zufrieden und entschied mich für das Nachfolgemodel desselben Laufschuhs. Schliesslich hatte ich beim Kauf des ersten Adidas Supernova Sequence bei Ryffel Running eine Analyse meines Fusses und Laufverhaltens gemacht – das gehört da übrigens kostenlos zum Kauf eines Laufschuhs dazu! – und dabei wurde mir dieses Modell empfohlen.

Brenda brachte mir den neuen Schuh, er passte wie erwartet hervorragend. Also entschied ich mich trotz der Klick-Erfahrung mit dem Vorgängermodel definitiv wieder für den Adidas. Beim Bezahlen an der Kasse erklärte mir Brenda, dass sie noch kurz mit ihren Kollegen gesprochen hätte. Das geschilderte Klicken sei schon bei anderen Adidas-Laufschuhen aufgetreten. Offenbar könne das passieren, wenn das so genannte Adiprene, das im Schuh für die Aufpralldämpfung sorgt, ausnahmsweise nicht gut verarbeitet worden sei. Na ja, ich blieb trotzdem bei meinem Entscheid für den Adidas Supernova Sequence, denn warum sollte ausgerechnet ich zwei Montagsmodelle in Folge kaufen und wieder einen Schuh mit defektem Adiprene erwischen? Ausserdem offerierte mir Brenda den Schuh zum halben Preis!

Einmal mehr kann ich zu Ryffel Running nur sagen: Danke für die kompetende Beratung, die freundliche Bedienung, den kundenorientierten Service und die grosszügige Problemlösung!

DER HOLZBOCK IST EIN GEMEINER!

Wer so wie ich regelmässig durch den Wald rennt oder über waldnahe Feldwege läuft, muss insbesondere im Frühling und im Herbst damit rechnen, dass er unfreiwillig zum Wirt eines stecknadelkopfgrossen Holzbocks wird. Der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), vielen besser bekannt unter seinem Synonym Zecke, sucht sich einen Wirt, um von dessen kostbarstem Nass, dessen Blut, einen ordentlichen Schluck zu trinken. Die Zecke lebt in bodennähe bzw. auf bodennahen Gräsern und Sträuchern. Dort wartet sie auf eine günstige Gelegenheit, um sich an einen gerade vorbeikommenden Menschen oder an ein Tier zu hängen. Die Zecke fällt also nicht von Bäumen auf ihre Opfer herunter, sondern sie lässt sich von ihrem grasigen Lauerplätzchen abstreifen und hängt sich gemütlich an ihren Blutspender. Kaum hat sich das fiese Viech an sein Opfer geklammert, sucht es sich eine günstige Stelle aus, um zuzustechen.

Beim Menschen bevorzugt die Zecke eine Hautstelle, die dünn, feucht und weich ist. So nistet sie sich mit Vorliebe in der Leistengegend oder etwa den Kniekehlen ein. Wenn sie es sich richtig gemütlich gemacht hat, schlägt sie zu. Dabei beisst sie nicht, sie sticht. Die Zecke nutzt ein stachelartiges Werkzeug, das am Mund befestigt ist, um durch die Haut des Opfers zu stechen und so an sein Blut zu gelangen. Beim Saugen fliesst aber nicht nur Blut vom Opfer in die Zecke, sondern es gelangt auch überschüssige Flüssigkeit aus dem Verdauungstrakt der Zecke zurück in den Körper des Spenders. Was eklig tönt, ist auch eklig und vor allem gefährlich. Denn zusammen mit der Flüssigkeit können Krankheiten wie FSME oder Lyme-Borreliose, aber auch Ehrlichiose oder Rickettsiosen übertragen werden.

Vor der FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) kann man sich mit einer dreifachen Impfung, die rund 10 Jahre lang Schutz bietet, schützen. Diese Impfung macht Sinn, will man nicht an einer Gehirnentzündung erkranken. Bei einer Lyme-Borreliose dagegen helfen nur Antibiotika. Ebenso bei den anderen beiden genannten Krankheiten, die aber sehr selten auftreten. Die heimtückischste der genannten Krankheiten ist meiner Ansicht nach die Lyme-Borreliose. Sie muss nicht unmittelbar nach einem Zeckenstich ausbrechen, sondern kann Monate ja sogar Jahre später auftreten. Doch bis dann weiss man meist nicht mehr, dass man mal von einer Zecke gestochen worden ist und kann sich somit die Beschwerden nicht erklären. Darum ist es für alle, die einen Zeckenstich erleiden, besonders wichtig, dass man sich Ort und Zeit des Stichs notiert und diese Notiz sicherheitshalber eine Zeit lang aufbewahrt. Übrigens kann eine Zecke erst nach rund 12 Stunden Saugarbeit eine Lyme-Borreliose übertragen. Wer die Zecke früher entfernt, muss sich nicht vor einer Lyme-Borreliose fürchten.

Meinen letzten Zeckenstich hatte ich im September 2012. Damals haben sich gleich zwei gemeine Holzböcke an mich geheftet. Obwohl ich mich nach dem Aufenthalt im Wald beim Duschen gründlich abgesucht hatte, fand ich die winzigen Viecher nicht. Erst zwei (!) Tage später entdecke ich sie; eine Zecke auf der Rückseite meines linken Oberschenkels, die andere am Bauch. Beides Orte, die ich mit Bestimmtheit am Vortag abgesucht hatte! In einer für Männer wohl typischen Panik vor einer schlimmen Krankheit, griff ich nicht erst nach einer Pinzette, um die Zecken langsam und vorsichtig zu entfernen, sondern kratzte sie einfach ab. Offenbar waren die beiden Holzböcke noch nicht sehr geübt, denn sie hatten es nicht geschafft richtig anzudocken. So erwischte ich glücklicherweise beide inklusive ihrer Stechwerkzeuge. Als kleine Rache klebte ich die Viecher mit Klebeband auf ein postkartengrosses Stück Papier. Dazu schrieb ich Fundort und -zeit sowie den ehemaligen Wohnort der Zecken – also den Wald, in dem ich unterwegs war – auf das Papier und legte es zu meinem Impfausweis und den anderen Gesundheitsunterlagen. Zum Arzt ging ich nicht. Geimpft gegen FSME bin ich und Beschwerden, die auf eine Lyme-Borreliose hinweisen könnten, traten bis heute zum Glück nicht auf.

Diese Viecher haben mich wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, nach einem Waldbesuch richtig zu kontrollieren, ob man unfreiwillig zum Blutspender erkoren worden ist. Auch Kinder oder Hunde soll man nach dem Aufenthalt im Wald gut absuchen. Ausserdem ist es ratsam die Kleider zu kontrollieren, selbst wenn man sie gleich wäscht. Zecken überleben nämlich einen Waschgang mit 40° ohne Problem.

Nun wünsche ich allen eine zeckenstichfreie Laufsaison.

Kontaktmöglichkeit

 

Thomas Jauch, 3604 Thun

 

Kontaktieren Sie mich über die Social Media Kanäle Facebook, Twitter oder LinkedIn oder total altmodisch via

E-Mail: info@katzenstrecker.ch

Kontaktieren Sie den Katzenstrecker

 

Sie möchten mich kontaktieren,en mir...

...zu sagen, wie unglaublich toll / absolut durchschnittlich / total mies Sie diese Webseite finden,

...die Adresse eines wirklich guten Webmasters / eines hervorragenden Deutschlehrers / eines sehr tüchtigen Psychiaters, der mit über alle meine psychischen Störungen hinweghelfen kann, zu geben,

...für mein politisches Engagement zu gratulieren / zu kondolieren und mir zu sagen, dass Sie mich gerne / vielleicht / gar nicht unterstützen bzw. wählen werden,

...ein ehrliches Feedback / eine super Anregung / einen gut gemeinten Rat zukommen zu lassen?

 

Dann finden Sie auf der rechten Seite meine Kontaktdaten. Nur zu, ich freue mich!

Copyright @ All Rights Reserved